Drei gute Vorsätze für Ihre Firmen-PR

1. Mut zur Transparenz

Wenn es um Offenheit geht, gleichen nicht wenige Unternehmen einem spätsozialistischen Staat: Äußerungen von Mitarbeitern in sozialen Medien werden mit seitenlangen Vereinbarungen reguliert, Interviewanfragen von Journalisten nach stundenlanger Abstimmung zentral beantwortet und Fernsehteams wie ein ausländischer Geheimdienst empfangen.

Bei aller Notwendigkeit, Betriebsgeheimnisse zu schützen und die Unternehmenskommunikation zu steuern: Ein bisschen Mut zahlt sich meist aus: Mitarbeiter äußern sich in aller Regel nicht zum Nachteil ihrer Firma, Journalisten schätzen Offenheit und ein Unternehmen lebt nicht zuletzt auch vom öffentlichen Interesse an seinen Produkten und seiner Mission.

2. Werte leben

Es genügt nicht, einmal im Jahr eine schöne Broschüre über Purpose und Corporate Responsibility zu publizieren. Gerade unter den zunehmenden globalen Spannungen kommt es für exportorientierte Firmen zum Schwur. Wenn sich ein Unternehmen auf dem Papier zur Demokratie bekennt, sollte es seine Lieferanten- und Kundenbeziehungen sowie Investitionsentscheidungen auch in der Realität danach ausrichten.

Das mag kurz- und mittelfristig Absatzchancen kosten. Doch öffnen sich dafür neue (Finanz-)Märkte, welche ebenfalls auf Nachhaltigkeit achten (müssen). Auch die Motivation der Mitarbeiter durch einen Arbeitgeber, der sich als verantwortungsvoller Corporate Citizen verhält, ist viel wert.

Umgekehrt kann es sich sowohl unternehmerisch als auch in der öffentlichen Wahrnehmung schnell rächen, wenn zweifelhafte Lieferanten- oder Kundenbeziehungen eingegangen werden.

3. Fehler eingestehen

Manchmal geht auch mit den besten Absichten etwas richtig schief. Der erste Reflex in der Krisenkommunikation besteht dann aus Leugnen und Beschwichtigen. Nichts könnte falscher sein!

Nehmen Sie sich eher die frühere Bundeskanzlerin zum Vorbild, welche die Bürger für einen politischen Fehler persönlich um „Verzeihung“ bat. Sofort überwog der öffentliche Respekt hierfür die ursprüngliche Kritik.

Wenn sich ein Unternehmer oder auch ein CEO von seiner menschlichen, zweifelnden Seite zeigt, verringert sich die Angriffsfläche erheblich.